Legasthenie – Ratgeber


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Ist Legasthenie heilbar ?

Die Antwort auf diese Frage hängt von der jeweils benutzten Definition von Legasthenie ab.

Einerseits gilt geradezu als ein Anzeichen von Legasthenie, dass sie "therapie-resistent" ist. Auch sind die genetischen Ursachen grundsätzlich nicht an der Wurzel bekämpfbar. So gesehen ist Legasthenie unheilbar.

Andererseits mag in einigen Fällen, in denen zunächst eine Legasthenie-Diagnose vorlag, sich später herausstellen, dass die Schwierigkeiten zum Beispiel durch Hör- oder Seh-Schwächen hervorgerufen wurden. Je nach genauer Ursache (in den Sinnesorganen oder bei der Sinnesverarbeitung im Gehirn) können technische Hilfsmittel und/oder Training helfen, solche Schwächen auszugleichen.

Sobald diese Ursachen beseitigt sind, können die Betroffen oft das Verpasste sehr rasch nachholen und erfüllen schon wenig später nicht mehr die Kriterien einer Legasthenie, sind also quasi "geheilt".

Theorie:
Je nach Auslegung der Definition könnte man aber auch sagen, dass in solchen Fällen streng genommen niemals eine Legasthenie vorgelegen hat. Damit würde man generelle "Unheilbarkeit" zur Definition von Legasthenie hinzufügen (die offiziell nur einige explizit aufgezählte alternative Ursachen ausschließt).

Praxis:
Unabhängig von dieser Haarspalterei bedeutet die Unheilbarkeit keineswegs, dass den Betroffenen überhaupt nicht geholfen werden kann. Hilfe ist möglich sowohl durch Suche und Beseitigung möglicher Ursachen (siehe Diagnose), als auch ganz erheblich durch Verbesserung der Schulsituation (mehr dazu im Ratgeber).

Autor: BlickLabor der wissenschaftliche Blick hinter LRS, Legasthenie und andere Lernprobleme
(www.BlickLabor.de)