Legasthenie – Ratgeber


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Wird Legasthenie vererbt ?

Es gibt Hinweise darauf, dass Legasthenie eine genetische Komponente aufweist, genauer gesagt, dass zumindest bei einem Teil der Legastheniker die Legasthenie oder die Veranlagung dafür vererbt wurde.

Es wurden die Gene betroffener Familien-Mitglieder verglichen und Gemeinsamkeiten in bislang sechs Regionen (auf den Chromosomen 1, 2, 3, 6, 15, und 18) identifiziert, die die Lese- Rechtschreibkompetenz zumindest indirekt beeinflussen.

Die betroffenen Gene haben wahrscheinlich Einfluss auf die Entwicklung von Nerven zur Seh- und Hör-Wahrnehmung im Gehirn.

Es gibt jedoch keinen praktikablen Test, mit dem im Einzellfall festgestellt werden kann, ob eine bestimmte Person betroffen ist. Außerdem gibt ein komplexes Zusammenspiel vieler Gene und der Umwelt, d.h. nicht jedes Kind mit der genetischen Veranlagung wird zum Legastheniker.

Vermutlich sind nur ein Teil aller Fälle durch die bislang entdeckten genetischen Gemeinsamkeiten erklärbar und es tritt nicht in allen Fällen bei entsprechenden Genen eine Legasthenie auf.

Siehe auch: Ist Legasthenie unheilbar weil genetisch bedingt?

Autor: BlickLabor der wissenschaftliche Blick hinter LRS, Legasthenie und andere Lernprobleme
(www.BlickLabor.de)